Neuigkeiten aus dem Projekt

27.11.2017 - Diagnostik der Schießleistung in Altenberg

Im Teilprojekt Biathlon betreuen wir eine Intervention einer Nachwuchstrainingsgruppe am Bundesstützpunkt Altenberg. Zu Gunsten einer verstärkten allgemein-athletischen und lauftechnischen Ausbildung wird das Schießtraining reduziert. Neben der Analyse der Wettkampfleistung finden in Zusammenarbeit mit den IAT-Fachgruppen Biathlon und Sportschießen regelmäßig Diagnostiken der Schießleistung mit Hilfe des Analysesystems SCATT und der Trainingssoftware STEPS statt. Die Bilder zeigen den Untersuchungsaufbau und ein Ergebnis der Zielweganalyse SCATT, bei der mithilfe einer Kamera am Gewehr die Bewegungen in den einzelnen Schussphasen aufgezeichnet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

24.11.2017 - Übungsleiterberatung Skilanglauf und Videoanalyse Skispringen

Auch im November waren wir wieder in den sächsischen Wintersportorten unterwegs und unterstützten den Nachwuchs auf dem Weg an die Skispitze. Im Skilanglauf stand die Übungsleiterberatung in Oberwiesenthal auf dem Plan, wo wir unsere Ideen für eine Technikbewertung vorstellten. Zum Sichtungslehrgang der Skispringer und Nordischen Kombinierer in Rodewisch haben wir, gemeinsam mit der IAT-Fachgruppe, Videoanalysen für die Teilelemente Anfahrt, Absprung, Flug und Landung durchgeführt.

 

 

 

 

 

 

24.10.2017 - Deutscher Schülercup SSP/NK in Winterberg
Am vergangenen Wochenende haben wir die Technikbewertung des Grundsprungs beim Deutschen Schülercup der Altersklassen 12-14 in Winterberg unterstützt. Gemeinsam mit den DSV-Trainern wurden Videoaufnahmen der Technikelemente Anfahrt, Flug und Landung ausgewertet. Die Technikausbildung ist eine der wichtigsten Bausteine des Nachwuchstrainings. Mit Hilfe einer kontinuierlichen, wissenschaftliche Begleitung des Nachwuchsleistungssports kann die Entwicklung solcher bedeutsamen Leistungsvoraussetzungen dokumentiert und sowohl für direktes Feedback als auch für langfristige Analysen genutzt werden.

 

 

 

 

 

 

 

14.08.2017 - Sachsenpokal SSP/NK in Zschopau
Der erste Praxiseinsatz von "Gemeinsam an die Skispitze 2.0" führte uns ins Erzgebirge. An der Zschopenbergschanze fand im Rahmen des Sachsenpokals erstmals ein Technikwettkampf statt. Zusammen mit der Fachgruppe Skispringen des IAT haben wir die bereits in der ersten Projektphase entwickelte Bewertung des Teilelements Anfahrt durchgeführt. 57 Nachwuchsathleten wurden auf drei Schanzen von hinten und von der Seite gefilmt und die Ausführung anschließend von den Landestrainern beurteilt. Die Aufnahmen und dazugehörige Ergebnisse bekommen die Athleten und ihre Trainer in Form eines Auswertungsbogens zurückgemeldet. Damit können sie sich mit den Idolen aus der Nationalmannschaft vergleichen und direkt Verbesserungenmöglichkeiten besprechen.
Sogar die Presse war vor Ort: Freie Presse: "Im Visier vieler Kameras"

 

 

 

 

 

Ausgangslage

Biathleten und nordische Skisportler haben in der Vergangenheit wesentlich dazu beigetragen, dass Deutschland eine der erfolgreichsten Wintersportnationen ist. Bei den letzten drei Olympischen Winterspielen errangen sie jeweils knapp die Hälfte der Medaillen. Sächsische Sportler sind immer Garanten des Erfolgs gewesen.

In der Erfolgsbilanz des Skiverbands Sachsen (SVS) zeigen sich jedoch unterschiedliche Trends. Während in der Nordischen Kombination und teils auch im Skisprung sächsische Athleten tragende Säulen in den Nationalmannschaften sind, ist die Tendenz vor allem im Biathlon, aber auch im Skilanglauf rückläufig. Die Ursachen sind vielfältig: Zum einen sind da die „allgemeinen“ sozio-demografischen Entwicklungen wie sinkende Geburtenraten und eine geringere motorische Leistungsfähigkeit. Zum anderen führen die mangelhafte Umsetzung bestehender Konzeptionen sowie eine zu frühe Spezialisierung und Ausrichtung auf kurzfristige Wettkampferfolge dazu, dass notwendige Leistungsvoraussetzungen nicht ausreichend entwickelt werden.

In jüngster Vergangenheit wurden erste erfolgreiche Maßnahmen ergriffen, die sich im Nachwuchsbereich bereits in positiven Leistungsentwicklungen sächsischer Athleten niederschlagen. Darauf aufbauend haben die beteiligten Organisationen gemeinsam mit den Trainern das sächsische Modellprojekt „Gemeinsam an die Skispitze“ für eine bessere Talentidentifikation und -entwicklung initiiert, damit zukünftig wieder mehr sächsische Skisportler Erfolge bei den Olympischen Winterspielen feiern können. 

Wir möchten

  • mehr talentierte Kinder für ein leistungsorientiertes Training an den Standorten Altenberg, Klingenthal und Oberwiesenthal gewinnen,
  • die Entwicklung perspektivisch bedeutsamer Leistungsvoraussetzungen fördern und die Trainingswirksamkeit im langfristigen Leistungsaufbau erhöhen,
  • sportartübergreifende Konzeptionen erarbeiten, die eine vielseitige Ausbildung bis zum Beginn des Aufbautrainings gewährleisten,
  • Synergien zwischen Skilanglauf und Biathlon einerseits sowie Skisprung und der Nordischen Kombination andererseits schaffen,
  • Anforderungsprofile für die einzelnen Sportarten schärfen, um talentierte Nachwuchssportler auf die Disziplin orientieren zu können, in der die jeweils besten Entwicklungsperspektiven bestehen, und
  • den Austausch und die Kooperation der Verantwortlichen in den Disziplinen fördern
Elternbroschüre zum Projekt Skipsitze

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.