Was ist „Gemeinsam an die Skispitze“?

Gemeinsam an die Skispitze ist ein Kooperationsprojekt des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) mit dem Deutschen Skiverband (DSV), dem Skiverband Sachsen (SVS), dem Sächsischen Staatsministerium des Innern (SMI), dem Landessportbund Sachsen (LSB) und dem Olympiastützpunkt Chemnitz/Dresden (OSP). Es ist Teil der Gesamtstrategie zur Stärkung Sachsens als bedeutender Wintersportstandort. Ziel ist es, mit wissenschaftlicher Unterstützung die Talentidentifikation und -entwicklung im Nordischen Skisport und Biathlon zu verbessern. Das SMI finanzierte das Modellprojekt erstmals von 2014-2017. Das zweijährige Nachfolgeprojekt läuft bis 2019.

Wozu braucht man dieses Projekt?

Die Aufgabe von Gemeinsam an die Skispitze ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Talentforschung an die Sportpraxis heranzutragen und mit ihr umzusetzen. Dabei werden sowohl die inhaltlich-methodische Trainingsarbeit als auch Nachwuchsleistungssportstrukturen und Auswahlprozesse beleuchtet. Die Zusammenarbeit soll die Entwicklung wichtiger Leistungsvoraussetzungen verbessern und das Training im Hinblick auf Erfolge im Spitzenbereich wirksamer machen. Trainings- und Wettkampfanalysen sowie die Erarbeitung neuer Nachwuchskonzepte stellen nachhaltig eine positive Leistungsentwicklung sicher. Die Trainer bekommen Werkzeuge an die Hand, mit deren Hilfe sie Wissen selbstständig anwenden können. Ein konkretes Ziel ist es, die Qualität der Technikentwicklung im Skispringen und sportartübergreifend im Skilanglauf, Biathlon und der Nordischen Kombination zu erhöhen.

Woran arbeiten wir gerade?

Die erhobenen Biathlondaten aus der ersten Projektphase wurden analysiert und aufgearbeitet. Wie ist der Entwicklungsverlauf der beiden Untersuchungsgruppen? Lässt sich eine Verbindung zwischen Training, Leistung und Wettkampf herstellen? Welche Empfehlungen lassen sich ableiten? Die Erkenntnisse wurden in den Saisonanalysen vorgestellt und in einem Bericht zusammengefasst.
Die Technikbewertung im Skispringen wird in der zweiten Projektphase anhand aller bisher durchgeführten Maßnahmen evaluiert und bei Bedarf angepasst. Zusätzlich soll die Anwendbarkeit für die Trainer, z.B. durch Softwareverbesserungen, weiter vereinfacht werden. Seit 2018 beinhaltet die Bewertung eine individuelle Fehleranalyse. In den Übungsleiterberatungen geht es nun gezielt darum, wie man die Fehlerbilder trainingsmethodisch korrigieren kann. Da die Technikausbildung ein besonders wichtiges Element im Nachwuchstraining ist, wird eine  Technikbewertung auch im Skilanglauf angestrebt. Im ersten Schritt werden dafür Kriterien der Skilanglauftechnik aus wissenschaftlichen Studien, nationalen und internationalen Lehrmaterialien und Expertenbefragungen gesammelt und zusammengefasst. Daraus soll eine einheitliche Orientierung für die Zieltechnik und Trainingsmethodik entstehen, die auch für Biathlon und die Nordische Kombination anwendbar ist. Ähnlich wie im Skispringen soll ein Technikmanual für den Schüler- und Jugendbereich einen Überblick über Schlüsselpositionen, methodische Reihen, Fehlerbilder und Kriterien zur Bewertung geben. Ein sportartübergreifendes Projektziel ist die Datenbank zur individuellen  Entwicklungsdokumentation. Eine langfristige Dokumentation von Sportler- und Leistungsdaten ist hilfreich, um Entwicklungspotenzial besser einzuschätzen bzw. erfolgreiche Karriereverläufe nachzuvollziehen. Die Web-Datenbank ermöglicht Trainern und Verantwortlichen schnell auf gewünschte Inhalte zuzugreifen.

 

Noch Fragen offen? Mehr Details über "Gemeinsam an die Skispitze" finden Sie unten im FAQ.

Downloads

FAQ Skispitze

Präsentation Skispitze

Informationsbroschüre

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.